Beschreibung einer Kommunikation, deren Inhalt sich in Belanglosigkeiten bewegt. Personen, die «a lot of heisse air» generieren, versuchen oftmals ihre Unsicherheit durch ein Übermaß an Worten sowie eine übersteigerte Darstellung ihrer gegenwärtigen Lebenssituation zu kaschieren. Die Essenz der Dinge bleibt dabei stets unbeachtet.

Ist eine Eigenschaft, die sowohl Situationen, Personen oder eine Örtlichkeit einschließt. Ausschlaggebend ist hierbei die Wirkung. Eine Person selbst kann sich nicht «griabig» fühlen, es handelt sich stets um einen umgebenden Umstand, der oberste Gemütlichkeit beschert.

Imperativ, der sich an die Spontanität einer Person aus dem Freundeskreis richtet. Ansage ist, sich rasch und ohne weitere Überlegung an jenen Ort zu begeben, wo man sich selbst gerade aufhält. Sorgt für gemütliches Beisammensein

Aufforderung an sein Gegenüber, den gesprochenen Inhalt oder die vollzogene Handlung auf das Wesentliche zu reduzieren.

Das Bild photonischer Vernetzung lässt sich auf eine Gruppe von Personen anwenden, die mit positiver Energie Dinge gemeinsam anpackt.

Althergebrachte Methode zur Versammlung und Vernetzung von Personen. Sozusagen das Facebook der archaischen Zeitgenossen unter uns; die Möglichkeiten des Kontaktierens sind beispielsweise Feuerzeichen, ein Telegrafenamt, eine Postkutsche, eine Brieftaube oder aber, die schönste von allen, das Reden mit dem Munde.

Für Damen brauchbare Redewendung, um ungewollte und plumpe Avancen eines Verehrers zurückzuweisen. Handelt es sich um eine Konfrontation zwischen Personen außerhalb eines Flirts, kann es auch im Sinne von «Geh mir nicht auf den Sack» verwendet werden.

Ansage an eine steife, hölzerne Person, die durch ihr eigenes Missbehagen eine verkrampfte Atmosphäre zwischen zwei oder mehreren Personen hervorruft, sich doch ein wenig zu entspannen.

«Pionierische Existenzphilosophie», die den Menschen als Erforscher von Welten, als Sucher und überhaupt grenzenlos neugierigen Typus ansieht.

Superlativ des Adjektivs «fasslzinating». Eine Verwendung ist nur in Situationen äußerster Euphorie üblich.

Kann sich auf ein äußeres oder inneres Bewegungsmoment beziehen. Die physische oder mentale und absolut individuelle Handlung mag den Kopf von belastendem Material befreien, kann eine neue Sicht auf die Dinge bewirken. Die Philosophen würden es wohl als Entleerung des Geistes beschreiben.

Kosmonautische Redewendung, die das Gefühl des Abhebens in durchwachten, durchtanzten und volltrunkenen Nächten beschreibt. Individuen, die es verstehen «to the moon zu fassln», sind die Geniesser und leidenschaftlichen Geister unserer Zeit. Man muss sie suchen, ja ja.

Erkenntnistheorie, die postuliert, dass der Mensch, um einen richtigen Kontext für das Leben zu erlangen, sich doch besser dem Gefühl für das Dasein widme und den materiellen Konsum ein für alle mal in den Wind schieße.

Imperativ, der dazu anweist, zur Ruhe zu kommen. Im Rahmen eines enervierenden Streitgesprächs, lässt es sich auch mit «Halt die Klappe» übersetzen.

Lonely Wolf, einsamer Wolf, ich fragte ihn nach dem Weg in eine Richtung. «Komm mit, Rotkäppchen.» Der Aufstieg, die Tannen, die Stille, das Herz, die Einsamkeit und Ödnis von langen Sommernächten oder bitteren Wintern. Düster sind die Zeiten, ja. «Ich habe das Herz in die Manteltaschen gepackt, Rotkäppchen, dort ist es sicher und man lebt ja nicht umsonst.» Eine Lichtung, leer und weit, ein Mond, wie ein totgeborenes Kalb hing so zwischen den Wipfeln. «Du, wenn du mich in`s Feuer wirfst zerfließe ich dir wie Gold!», brüllte der Mond herab. «We need wood. Hoiz hacka, kost des? Ha?» Lonely Wolf schnorrte mich an und wir rauchten in die Stille. Den Reisig im Arm wie ein Bündel von einem Baby durch die Nacht, der Wolf im Kostüm wie ein Mannsbild, gebaut wie ein Bär und Tragflügelkraft, löste die Gurte, geschultertes Ding, rund, groß donnerte durch die Stille, Geräusch von Stahl auf der Erde. Den Reisig hinein und die Manteltaschen geleert wie ein Räuber: ein Bündel Papier, Pfanne zum Totschlagen, «Gusseisen», dachte ich, dann aus dem Bart ein Päckchen Streichhölzer, weiterhin ein halbes Hendl, weiter roter Bindfaden, dazu Lampion, ich sogleich an die Tanne gebunden, es baumelte recht glücklich über uns, beschämte den blassen Mond, weiter Gabel mit Holzgriff, Messer mit Holzgriff und dann noch mindestens eine Kartoffel, das Herz war nicht dabei.« Obacht», brummte Lonely Wolf, stellte sich in Haltung, Ausfallschritt, posierte elegant und mächtig in die Dunkelheit. Dann Streichholz entfacht, Feuer entfacht, Pfann drauf, Hendl nei, warten a Zeit, be staad a Zeit. «It`s all about hocking zammad, verstaest, Red Riding Hood, sozusagen praktischer Gegenentwurf zu dem Wahnsinn of the times, wennst amoi staad bist, merkst anything else, naja, Hax oder Flügel?» «What please, sorry?» «Vom Hendl?» «Flügel. Thanks.» « Bitte, you are welcome. It`s my job, traging the Fassl, making a fire, ratsching with somebody oder a mehrere somebodies, listening to their dreams, vielleicht making some Musi oder so.» «Oh, that`s your job? Why do you do that?» «Because it`s griabig, Red Riding Hood, because it`s griabig.»